Nach erfolgreicher Dardanellen-Überquerung mit einer doch nicht so alten Fähre wie gedacht sind wir in der Nordägägis angekommen.
Hier ein Foto von Finn und Bus (in welchem Mutti und Mia die Fährpassage einfach verschlafen...) auf der besagten Fähre
Canakkale und die Busreparatur haben wir bis auf Weiteres verschoben, denn der Bus läuft ja im Moment! Ob das ein Fehler war, wird sich sicherlich auf nicht uninteressante Weise in den folgenden Tagen zeigen :). Aber wir sind guten Mutes es noch bis Izmir zu schaffen und dann dort alles vornehmen zu lassen.
Da der Reiseführer mit Aussagen zur Strassenbeschaffenheit geizt und sich insbesondere die besonderen Reiseführer-Spezialtipps als wahren Albtraum herausgestellt haben (absolute Touristen-Abzocke, schlimmste Straßenverhältnisse, sanitäre Anlagen auf hochgelobten Campingplätzen die das Wort "Kloake" noch nicht einmal verdient haben etc.), fahren wir momentan nur noch nach Landkarte und Lust.
Es gibt hier sehr schöne Gegenden und wir campieren oft ohne Campingplatz. So sind wir jedesmal dankbar, dass wir Dusche, Toilette und genug Frischwasser für einige Tage dabei haben und somit für einige Zeit autark sein können.
Hier auf vielfachen Wunsch ein Foto von Mutti mit Gesicht (bei ihrer Lieblingsbeschäftigung Essen) und Mutti und Kinder beim Frühstück
Auf den Berg im Hintergrund dieser Aufnahme ist Finn (nach eigenen Aussagen) übrigens neulich zusammen mit Oma Ute hinaufgeklettert. Ohne Seil versteht sich.
Wir konnten nur staunen!
Seit gestern sind wir in der Nähe von Edremit und lernen sehr viele interessante türkische Menschen kennen, vornehmlich mit deutschen Wuzeln oder Vergangenheit. Alle sind sehr nett und hilfsbereit und unser Ankommen auf einem Strandparkplatz hier am Golf von Edremit hat für einige Aufruhr im Ort gesorgt. Nach 10 Minuten hatten wir ersteinmal Besuch von der ortsansässigen Polizei. Diese wollte uns aber nicht verscheuchen, nein, die Beamten waren einfach nur hochgradig interressiert, wie so ein Wohnbus von innen aussieht. Sehr begeistert über unseren Bus und unsere Geschichte bekamen wir dann auch die offizielle Erlaubnis von den Beamten, hier so lange stehen zu können, wie wir wollen!
In den nächsten Stunden nach unserer Ankunft hatten wir noch diversen Besuch von Ortsansässigen und waren sicherlich das Highlight des Tages. Dummerweise hat Jan zwei Kindern ein Dose mit Bonbons geschenkt und so wurden wir ein Horde von ca. 20 Kindern den ganzen Abend über nicht wieder los. Das Wort "Bonbon" konnte jeder von Ihnen nach sehr kurzer Zeit sagen...
Mittlerweile hat Jan das Verbot, Kindern und Hunden etwas zu schenken bzw. zu fressen zu geben (in Griechenland bekam "der arme, kleine, süße Hund ohne Besizter, der also ganz allein ist und NIE etwas Leckeres bekommt" etwas Leckeres von ihm. Die nächsten Tage wich der Hund nervigerweise nicht mehr vom Tisch, bettelte ständig und klaute Finn anschließend zum Dank für Speis und Trank einen Schuh, den wir auch nicht mehr wiedersehen sollten). Also: Mitleidsverbot für den Gatten!!!!
Am heutigen Tage scheint sich die Aufruhr wieder gelegt zu haben und es kommen nur noch vereinzelt Anwohner auf ein Pläuschchen oder zum Bus-Gucken vorbei.
Gerade sind die Lieben am Strand angeln und es wurde auch schon eine Makrele gefangen. Mia, die die ganze Zeit den Fisch anschreit: "Fich essen!" wurde gerade von Finn in die Schranken gewiesen, da dem Fisch ja sonst "bang" wird (dieser also Angst hat) und er ihn lieber wieder ins Wasser zurücktun möchte. Der Fisch sei nämlich sein Freund.
Heute gibt es also Vegetarisch!