Nach der überstandenen Erdbebenattacke und einigen Tagen Erholung ging es für uns weiter! Bevor wir uns zu unserem eigentlichen Tagesziel aufmachten, ging es in die Saklikent- Schlucht, welche auf unserem Weg zum Zielort Patara lag.
Aufgrund der Hitze kam uns der Zwischenstopp in diesem imposanten Canyon sehr entgegen, denn dort war es erfrischend kühl und der Fluss (den Finn und Jan tatsächlich durchquert haben) war eiskalt- die perfekte Erfrischung!
Es gab dort auch die Möglichkeit, in Baumhäusern zu übernachten, aber wir haben es dann doch vorgezogen, uns auf den Weg nach Patara zu machen, da uns dort kilomterlange, unverbaute Strände und riesige Dünen erwarten sollten.
Der Strand und das Hinterland dürfen an dem 8km langen Strandabschnitt von Patara nicht bebaut werden, da sich dort zum einem die Ruinen des antiken Patara befinden und zum anderen dient der Strand der Eiablage der geschützten Karett-Schildkröte.
Die Schildkröte wird bis zu 2 Zentner schwer und einen Meter lang. Wird sie bei ihrer Eiablage gestört (durch Licht von Lagerfeuern, Fahrzeugen oder Hindernissen wie Liegestühlen) kehren die Schildkröten unverrichteter Dinge wieder ins Meer zurück und verlieren dort ihre Eier. Gelingt die Eiablage allerdings, hat die Sonne nach ca. 2 Monaten die Eier „ausgebrütet“ und die kleinen Schildkröten machen sich auf den Weg ins Meer. Da dieses auch Nachts geschieht, dürfen auch deshalb keine künstlichen Lichtquellen am Strand geschaffen werden, ansonsten würden die kleinen Schildkröten nicht Richtung Wasser, sondern Richtung Licht krabbeln und am nächsten Tag in der Sonne verenden.
Deshalb gilt am Strand das angesprochene Bauverbot und man darf sich dort verständlicherweise nur tagsüber aufhalten und nur im feuchten Sand buddeln; dieses wird sogar kontrolliert.
Und dennoch haben wir einen unkontrollierten und kostenlos zugänglichen Strandabschnitt inmitten der imposanten Dünen gefunden, an welchem wir mit unserem Bus über Nacht stehen konnten, ohne zu stören und zeitgleich einen gigantischen Blick über Dünen und Meer hatten.
Für die Kinder war aber nicht das Wasser die Attraktion, sondern die wirklich riesigen Dünen, von denen man sich wunderbar herunterkullern lassen kann.
Besonders gut wird das Ganze, wenn man die Kinder vorher mit Sonnenmilch eincremt, dann sehen die Süßen hinterher wie Fischstäbchen aus und trotz Dusche findet man im Bett noch Tage später den Dünensand….
Jan und mir gefiel der wunderbare Sonnenuntergang am Besten!

Unglaublicherweise verliert unser süßes Baby Finn mit noch nicht einmal 5 Jahren seinen ersten Milchzahn- und das ohne Sturz.
Mutti ist immer noch geschockt und muss diverse Tränen verdrücken, denn Zahnlücken machen doch sehr deutlich, dass der Nachwuchs bald auch eine Freundin hat, Auto fährt und auszieht... Schluchz!
Finn allerdings ist stolz wie Oskar und erwartet heute Nacht sehnsüchtig die Zahnfee. Da muß Mutti jetzt mal schnell ein Geschenk herzaubern und ein Zahndose basteln; damit hatte ich erst in 2 Jahren, also zur Einschulung, gerechnet....